Freiwillige Feuerwehr Krumbach

FF Krumbach

Vorwort

Rudolf FreilerÜber Feuerwehren ist in der Öffentlichkeit oder in verschiedenen Medien schon so umfassend berichtet worden, dass es kaum einen Menschen gibt, der mit dem Begriff „Feuerwehr“ nichts anzufangen wüßte, und doch muß immer wieder festgestellt werden, dass die Bevölkerung die Feuerwehr als Verein sieht, der eben für die Brandbekämpfung und nach Unfällen für die Rettung von Menschen aus Unfallfahrzeugen zuständig ist.

Feuerwehren sind nahezu allgegenwärtig und tragen natürlich selbst dazu bei, dass dies eben so von der Öffentlichkeit gesehen wird.

Im Beispiel Niederösterreichs wird das Feuerwehrwesen im NÖ Feuerwehrgesetz geregelt; dieses Gesetz verpflichtet unter anderem alle niederösterreichischen Gemeinden für die Besorgung ihrer örtlichen feuerpolizeilichen und gefahrenpolizeilichen Aufgaben selbst zu sorgen. Feuerwehren sind nach diesem Gesetz Körperschaften öffentlichen Rechts, Rechtsträger ist die Gemeinde (§4 (2) des NÖ Feuerwehrgesetzes).

Ähnliche gesetzliche Regelungen existieren in allen anderen Bundesländern.

Feuerwehren sind daher keine Vereine, diese unterliegen nämlich  dem Vereinsgesetz.

Es würde den Rahmen sprengen, das Feuerwehrgesetz weiter zu interpretieren, doch soll damit verdeutlicht werden, dass eben die Feuerwehren einen gesetzlichen Auftrag zu erfüllen haben, und das so effizient wie nur möglich.

Verschiedene Verordnungen des Landes regeln noch die Mindeststandards, die Feuerwehren aufweisen müssen um dem gesetzlichen Auftrag überhaupt nachkommen zu können.

Das heißt, würde es keine Freiwilligen geben, die die Organisation Feuerwehr betreiben, wären die Gemeinden gezwungen, per Bescheid Personen für die oben genannten Verpflichtungen zu nominieren. Wie es dann um die Brandbekämpfung oder um die Gefahrenabwehr bestellt wäre, braucht wohl nicht näher erläutert zu werden.

Noch ist es selbstverständlich, dass Freiwillige diese Aufgabe mit Freude erfüllen, doch wird es zunehmend schwieriger, vom Arbeitsplatz fernzubleiben oder wegzulaufen, um diese Aufgabe zu erfüllen. Die Arbeitsbedingungen in unserer Volkswirtschaft sind dabei, eine Richtung  einzuschlagen, die die Durchführung von Einsätzen immer schwieriger gestaltet. Dies konnte bis jetzt dadurch ausgeglichen werden, dass durch die technische Weiterentwicklung der Fahrzeuge und Gerätschaften, mit immer weniger personellen Kräften die gleiche Einsatzkraft zu stellen.

Es wird in den Feuerwehren intensiv weitergearbeitet, sei es bei der Ausbildung, bei der Eigenleistung für die Anschaffung von Fahrzeugen und Gerät, bei der gezielten Anschaffung von Spezialgerätschaften in Absprache mit den Nachbarwehren, um Mehrgehleisigkeiten möglichst auszuschalten, die die Finanzkraft der Feuerwehren und der dahinterstehenden Gemeinden nur unmäßig belasten.

Doch besonders die Politik wird in Zukunft stärker gefordert sein; Lösungen bei der Gesetzgebung zu berücksichtigen, die den Weiterbestand der zweifellos kostengünstigeren Variante der “Freiwilligenorganisation“ in unserem Wirtschaftsystem sicherstellt, damit nicht das inhaltlich abgewandelte Zitat „ Stell‘ dir vor es brennt, und keiner geht hin“ eines Tages zutrifft. 

 
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